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Trailrunning - Markus Kröll

TRAILRUNNING - Markus Kröll gibt 10 TIPPS FÜR EINSTEIGER

05.08.2018
Autor: Markus Kröll - Salomon Running Team
Markus Kröll, einer der bekanntesten Trailläufer Österreichs, hat in seiner Profikarriere schon viel erlebt. Im Zuge der Alpinmesse gibt der Tiroler nun Einblicke in seinen Sport und verrät uns die NO-GOS und MUST HAVES des Trailrunning.
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Aber langsam… denn zu Beginn möchten wir auf die Philosophie dieser schon fast boomenden Sportart hinweisen. „Es geht in erster Linie um Spaß, nicht darum der Schnellste zu sein oder Finisherzeiten nachzujagen“, so Markus Kröll. „Man bewegt sich in der Natur und diese sollte man auch wahrnehmen. Der Genuss, die Emotionen – in dieser Umgebung sind alle Sinne geschärft und durch dieses Empfinden gewinnt der Körper Energie.“ Eine Philosophie, die der 46-Jährige auch heute noch lebt. Mit Leidenschaft ist er beinahe täglich in den Bergen seiner Heimat Mayrhofen anzutreffen.
 

Immer mehr Menschen werden es, die dem hektischen Alltag entfliehen und die Lust am Laufen abseits asphaltierter Straßen entdecken.

„Trailrunning ist der perfekte Sport um abzuschalten. Das Laufen auf unbefestigten Wegen erhöht die Konzentration und Aufmerksamkeit.“
Genau deshalb gibt Markus auch 10 Tipps für einen leichten Einstieg. Denn auch hier spielt die Technik eine wichtige Rolle.
 

1. STARTE LANGSAM, DAS TEMPO KOMMT VON ALLEINE

Nicht die Strecke sondern das Tempo bringt dich an deine Grenzen. Beginne langsam! Im Gegensatz zum Straßenlauf, jagen wir im Gelände keiner Zielzeit pro Kilometer hinterher. Dein Blick sollte nicht starr auf der Pulsuhr liegen, behalte stattdessen das Gelände im Auge.

2. ÜBERSCHÄTZE DICH NICHT SELBST 

Trailrunning ist eine völlig neue Belastung für deinen Körper. Taste dich langsam an das Gelände heran, um deinen Körper auf die unebenen Gegebenheiten vorzubereiten.
 

3. ABWECHSLUNG MACHT DEN MEISTER

Variation ist wichtig beim Laufen! Ob Tempo, Topografie, Untergründe, Schuhwerk, Länge – man setzt dadurch immer wieder neue Reize. Im Trailrunning ist auch Gehen erlaubt, manchmal findet man sogar kleine Kletterpassagen vor.
 

4. INVESTIERE MAL WAS

Laufen ist eine verhältnismäßig günstige Sportart. Jeder Läufer sollte mindestens 2 - 3 Paar Laufschuhe besitzen. Dazu würde sich auch ein Trailrunning spezifischer Schuh anbieten, der dir im Gelände mehr Spaß bereitet. Es gibt tolle multifunktionale Kleidung sowie laufspezifische Rucksäcke. Diese haben kaum Gewicht und eignen sich hervorragend für das Mitführen von Ausrüstung. Zudem bieten sie gute Lösungen für Trinksysteme. Viele bevorzugen auch Stöcke, die dir in technisch anspruchsvollem Gelände Unterstützung geben. Informiere dich beim Händler deines Vertrauens.
 

5. RICHTIG BERGAUF LAUFEN

Bergauf Passagen immer akzeptieren und annehmen. Versuche, bei leichter Oberkörper Vorbeuge, auf dem Vorfuß aufzutreten und die Arme bewusst „mitzunehmen“. Gehen ist erlaubt, vor allem dann wenn das Gelände zu steil wird. Mit der richtigen Gehtechnik ist man oft sogar schneller und sie bietet eine tolle Methode, um Energie zu sparen. Dazu einfach die Hände knapp über dem Knie aufsetzen, nicht jedoch am Oberschenkel.
Markus Kroell © Philipp Reiter Markus Kroell Trailrunning © Philipp Reiter Wie geht Trailrunning © Philipp Reiter

6. RICHTIG BERGAB LAUFEN

Ähnliches gilt beim Downhill. Lass es kontrolliert laufen, aber bremse nicht bewusst ab – dadurch sparst du Energie. Die Füße sollten am Trail ebenfalls am Vorfuß aufsetzen, dadurch ist dein Sprunggelenk vorgespannt und du rutschst auch nicht so leicht weg. Mit den Armen kannst du aktiv deinen Oberkörper ausbalancieren, beschleunigen und auch Tempo rausnehmen. Versuche die Bodenkontaktzeit kurz zu halten, so als ob du über glühende Kohlen laufen würdest. Die Schritte sind möglichst groß und dein Blick immer 3 - 4 Schritte voraus.

7. SICHERHEIT

Sicherheit geht immer vor! Du solltest immer GPS Uhr, Handy und zumindest eine Rettungsdecke mitführen. Wenn du mit Laufrucksack unterwegs bist, gerne auch mehr.
 

8. CHECKLISTE FÜR AUSRÜSTUNG

Fertige dir eine Checkliste über deine Ausrüstung an, damit du stets das Notwendige mitführst. Im Sommer sollten darauf immer Sonnencreme, Mütze und Sonnenbrille stehen, aber auch die leichte Regenjacke darf nicht fehlen. Je nach Länge deiner Laufeinheit benötigst du zudem Getränke und Nahrungsmittel, um deinen Flüssigkeits- und Energiespeicher rechtzeitig auffüllen zu können.

9. BESUCHE EINEN TRAILRUNNING WORKSHOP 

Viele Firmen bieten mittlerweile Workshops fürs Trailrunning an, bei denen die richtigen Techniken erlernt werden können. So auch mein Sponsor Salomon. Diese sind kostenlos und werden u.a. direkt bei der Alpinmesse durchgeführt. Wenn du also Interesse hast, dann besuche uns - jeder ist herzlich willkommen!
 

10. ERLEBE DIE ATMOSPHÄRE IN EINEM WETTKAMPF 

Mittlerweile gibt es unzählige Wettkämpfe im Bereich Trailrunning, auch für Einsteiger. Die Atmosphäre, die Stimmung, die schönen Panoramablicke und der Zieleinlauf motivieren dich immer weiter zu machen.


TRAILRUNNING STRECKEN IN TIROL

Die Stadt Innsbruck hat heuer die Laufstrecken überarbeitet und Trailrunning-Strecken ausgeschildert. Diese befinden sich vor allem im Bereich Hungerburg, Planötzenhof, Kranebitten und Wiltenberg. Im Bürgerservice kann man sich dazu ein neues Booklet mit allen Routen abholen.
Übersichtskarte Hungerburg Kitzbuehel Gamstrail Das Leitsystem Trailrunning
  • In Kitzbühel wurden kürzlich die Gamstrails eröffnet – hier handelt es sich um ausgeschilderte Strecken verschiedener Längen und Schwierigkeiten.
 
  • Auf der SALOMON Trailrunning Seite sind die Tracks aller Workshop-Strecken gespeichert. Diese können auf der Karte besichtigt und zudem auf die Uhr geladen werden. Somit kann man die Strecken ganz einfach nachlaufen.
 
  • Über die Suunto Online Plattform “MoveScount” kann man sich alle freigegebenen Strecken der Community ansehen und ebenfalls runterladen. Funktioniert natürlich auch mit anderen Sportarten.
 
 


Kategorie:    ALPINMESSE

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Alpinmesse Innsbruck


ÖSTERREICHS EINZIGE
BERGSPORTMESSE 


Bei der Alpinmesse kann sich der Bergsportler direkt bei den Herstellern beraten und informieren, welches Produkt für ihn das Passende ist. Diese Möglichkeit - sich an einem Wochenende und unter einem Dach zu informieren und zu vergleichen - ist einmalig. 
 

Anfangs mit Skepsis betrachtet - heute die wichtigste Messe für Bergsportler im deutschsprachigen Raum!
 
Fotos © Philipp Reiter, Simon Rainer, Karl Gabl, Christophorus Flugrettungsverein
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