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4000ERLEBEN

4000ERLEBEN
Sonntag, 10. November 2019, 15 Uhr - Forum 2, Messe Innsbruck

 


AUF DIE 82 HÖCHSTEN GIPFEL DER ALPEN

Marlies Czerny & Andreas Lattner

 
Sie faszinieren: die Alpen mit ihren zerklüfteten Gletschern und 4.000 Meter hohen Gipfeln - und die ganz persönliche Geschichte, die Marlies quasi von Null auf die höchsten Alpenberge führte, als erste Österreicherin und eine von ganz wenigen Frauen.
 
Gemeinsam erzählt die Alpinjournalistin mit ihrem Seil- und Lebenspartner Andi - er ist Fotograf -
authentisch und humorvoll über ihren Lebensweg, die kleinen und großen Abenteuer auf schmalen
Graten und berühmten Gipfeln wie Matterhorn und Mont Blanc, und sie zeigen die Alpen in ihrer
Schönheit und Vergänglichkeit.
 
Sie interviewten Hüttenwirte und Gletscherforscher, bringen die Zuseher zum Nachdenken und Staunen - und geben ihnen (live begleitet von Gitarrenmusik und Mundharmonika) eine Botschaft mit auf den Weg:
Jeder Mensch hat seine 4.000er, seine große Geschichte.
Man braucht nur etwas Mut für den ersten Schritt und die Schlüsselstellen.
4000erleben
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Auf allen Viertausendern der Alpen stehen – Marlies erfüllte sich diesen Bergsteiger-Traum. In ihrer
preisgekrönten Live-Reportage erzählt die Journalistin gemeinsam mit ihrem Lebens- und Seilpartner
Andreas Lattner nicht nur von den Abenteuern auf den 82 Gipfeln. Sie erleben die Schönheit unserer
Alpen aus atemberaubenden Perspektiven, bekommen aber auch die Folgen des Klimawandels und
die Abgründe des Bergtourismus hautnah zu spüren.

Zwischen Piz Bernina und Barre des Écrins wird es höchst spannend für die Zuseher:
Am 1. Jänner klettern sie auf das Matterhorn, fliegen mit dem Gleitschirm vom Monte-Rosa-Massiv und spüren die Kraft des Sonnenaufgangs nach eisigen Biwaknächten.
Dünn wird die Luft auf der höchsten Hütte der Alpen – und mucksmäuschenstill wird es, wenn ein Gletscherforscher vom nahen Ende der Eismeere erzählt. Skurril ist das Jungfraujoch, wo der Berg zum Disneyland verkommt – und interessant, was sich Hüttenwirte wünschen.

Authentisch und humorvoll führt die Seilschaft aus Oberösterreich zu den Höhen und Tiefen in den
Alpen – und auf ihrem persönlichen Lebensweg.
Sie balancieren nicht nur auf messerscharfen Graten,
sondern auch zwischen Work und Life. Momente des Glücks, der Partnerschaft, des Muts und der Verän-
derung stecken in diesem Vortrag, der mit Live-Musik zum Höhepunkt auf den Mont Blanc führt – und
zur Erkenntnis, wie wenig man zum Gipfel des Glücks benötigt.
Czerny und Lattner
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VORTRAGSBESCHREIBUNG

Es beginnt mit der ganz persönlichen Geschichte.
Wie kamen wir zum Bergsteigen?
Während es bei Andi der klassische Weg war - als Kind mit den Eltern wandern zu gehen - war es bei der Wirtstochter Marlies erst die Aufforderung ihres Chefs zum Urlaubsabbau, warum sie erst so spät - mit 21 Jahren - und eher zufällig einen ersten Schritt in die Berge setzte. Als Sportjournalistin hatte sie ihren Traumberuf gefunden, doch diese erste Wanderung weg von Termindruck und Reizüberflutung
entfachte eine Sehnsucht zum Bergsteigen und zur Natur - und wurde fortan nach arbeitsintensiven Wochen ihr wertvoller Ausgleich zum Berufsleben - und neuer Lebensweg.
 
Wie die Berge Marlies veränderten, wie sie an ihnen bergsteigerisch und menschlich wuchs, bis hin zu dem Moment, ihren Job bei der Tageszeitung zu kündigen und sich selbstständig zu machen, zieht sich als roter Faden durch diese Live-Reportage.
Das soll den Zuhörern Inspiration sein und Mut machen, selbst den ersten Schritt und Schlüsselstellen zu wagen am Berg - und im Leben.
Höchsten 82 Gipfel der Alpen
Die (Seil-)Partnerschaft zwischen Marlies und Andi ist ebenso ein zentraler Punkt des Vortrags - es geht um Vertrauen, Verantwortung, Ausbildung, brenzlige Situationen und das Zwischenmenschliche. Letzteres spiegelt sich auch in der abwechslungsreichen, authentischen und aufgeweckten Moderation der beiden wieder und lässt die Zuhörer bei jedem Schritt mitfühlen.
Was ist für uns die besondere Faszination am Viertausender-Bergsteigen?
Wieviele 4000er gibt es und wo stehen sie?
Welcher ist der kuriosteste 4000er, welcher der einfachste, welcher der erste, der bestiegen wurde?
Wer war der erste Mensch auf allen 4000ern - und wieso war er bei seinen letzten beiden Gipfeln bereits 73 Jahre alt?
Welcher Berg hätte aufgeschüttet werden sollen, um ein 4000er zu werden?

Die spannendsten Fakten über die Viertausender finden sich über den Vortrag verteilt und sind kurzweilig aufgearbeitet. Es sind vor allem die Dimensionen, die Gletscher, die entlegenen Hütten und Gipfel, die Einsamkeit, die Reduziertheit, die besonderen Anfordernisse, welche die Faszination dieser Berge ausmachen.
4000ERLEBEN
Wir blicken aber nicht nur auf die Schönheit der Alpen, sondern schauen auch hin auf die Veränderungen und auf die Auswirkungen des Klimawandels. Im Interview mit dem Leiter für Glaziologie der ETH Zürich kann man eine Stecknadel fallen hören, wenn der Gletscherforscher mit ernster Miene erzählt, dass es bis Ende dieses Jahrhunderts in unseren Alpen kaum noch Eis geben wird.

Dario Andenmatten bewirtschaftet die Britanniahütte hoch über Saas-Fee und erzählt über die zunehmenden Schwierigkeiten durch den Klimawandel - und seinen ganz persönlichen Wunsch: die Rückkehr zur Reduziertheit.
WLAN und Duschen - muss das sein?
Noch skurriler werden die Auswüchse des Tourismus‘ auf dem Jungfraujoch. Dieses Ausflugsziel liegt auf 3.500 Metern im Herzen der Schweiz und verkommt dort zum alpinen Disneyland. Für die mehr als eine Million Touristen - darunter viel mehr Asiaten als Alpinisten - wurde das Angebot entsprechend angepasst: Es gibt Asia-Nudeln und ein Bollywood-Restaurant, Flying-Fox und Rolexuhren zwischen den Viertausendern Jungfrau und Mönch. Die Luft wird dünn dort oben auf der höchstgelegeen Hütte der Schweiz, der Mönchsjochshütte. Kopfweh plagt viele der Besucher.
Aber was ist dünne Luft?
Und wie würde es ihnen erst auf der höchstgelegenen Hütte der Alpen, der Capanna Margherita, auf mehr als 4500 Metern im Monte-Rosa-Massiv gehen?
Marlies Czerny
Erfahrungsberichte und spektakuläre Aufnahmen sprechen für sich.
Staunende Augen bekommen die Zuseher, wenn wir mit unserem Gleitschirm und unseren Skiern von 4.500 Metern abheben und eintauchen in die dritte Dimension am Berg - unsere 2,5 kg leichte Flugausrüstung macht das möglich. Es wird immer wieder abenteuerlich in dieser Live-Reportage, aber es geht nicht um extreme Leistungen, sondern um Inspiration. Um schöne Linien am Berg - die
Überschreitung des Weißhorns, der Hörnligrat mutterseelenalleine am 1. Jänner - um wunderbare Sonnenaufgänge auf entlegenen Routen am Mont Blanc, um Selbstverantwortung und neue Wege.
Wie und wann wurde es zum Ziel, alle 4000er der Alpen zu besteigen?
Wie hat Marlies das erreicht?
Warum ist es für Andi kein Ziel gewesen?
Der Brouillard Intégrale wird das Grande Finale des Vortrags - der entlegenste Grat der Alpen auf den Mont Blanc mit allen Höhen und Tiefen: eine Seilschaft wird hinter uns ausgeflogen, ein Zwangs-Biwak, weil die Schlüsselstelle zu gefährlich ist, ein Jahrhundertfund auf ungefähr 4.000 Metern in einer verrosteten Dose, die wir erst noch als Müll hielten - und das Gefühl, auf dem letzten 4.000er der Alpen zu stehen, dem Pic Luigi Amedeo, und sich damit einen Lebenstraum zu erfüllen.

Passagen begleitet Andi musikalisch live mit Gitarre und Mundharmonika - und lädt ein zum Träumen.
 
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Sonntag, 10. November 2019, 15 Uhr
Forum 2, 2. Stock, Messe Innsbruck

Kostenloser Eintritt mit dem Alpinmesse Ticket
Fotos © Marlies Czerny & Andreas Lattner
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