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Foto © Patagonia

EINE WERKSTATT FÜR NACHHALTIGKEIT


Die Produktion von Outdoor-Equipment verschlingt Unmengen an Ressourcen. Aber sind es nicht besonders jene Sportler, die draußen unterwegs sind, die eine Verpflichtung der Natur gegenüber haben?
Muss es denn jedes Jahr eine neue Jacke sein oder kann die alte vielleicht noch genäht werden?

Hat der Schuh wirklich seine letzte Tour gesehen oder kann ihm ein Profi-Handwerker nochmals Leben einhauchen?
Spiegeln die selbst gemachten Ski vielleicht besser die Persönlichkeit wieder als das Industrieprodukt? Und wenn es um das Thema Transport geht und wie Outdoor-Sportler zum Ausgangspunkt ihrer Ziele gelangen, dann initiieren Kampagnen wie POW (Protect Our Winters) ein Umdenken.
 
Für die Alpinmesse ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema.
Sie stellt daher einen Ausstellerbereich für umweltbewusste Projekte zur Verfügung und sorgt damit nicht nur für Denkanstöße, sondern für einen „grünen“ Service im Dienste der Bergsportler. Drei Skibauer zeigen wie Ski von Hand gemacht werden. Ein Rodelhersteller bespannt vor Ort Rodeln. Ein Schuhmacher repariert Skischuhe, Bergschuhe und Kletterpatschen und der Patagonia Worn Wear Truck flickt wie immer ramponierte Outdoor-Bekleidung aller Marken.  
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Ski: Selber bauen mit Naturmaterialien


Live zusehen wie ein Ski gebaut wird. Die Firmen XQZT, UNIQUE und SPURART zeigen direkt auf der Messe in 6 Stationen wie Design, Belag, Kanten, Skikern und Oberfläche entstehen. In einem 3D Programm fängt die Skiproduktion an. Dann werden Materialien ausgesucht, deren Vor- und Nachteile abgewogen, mit der Handoberfräse der Belag ausgeschnitten und anschließend die Kanten darum gebogen. Die nächste Station zeigt, wie der Skikern „profiliert“ wird und sich eine schöne Holzoberfläche ergibt. Nach dem Laminieren und Pressen folgt das Ausschneiden und Fräsen. Am Ende bekommt der Ski den letzten Schliff und ein Finish mit Leinsamenöl.
Skibauer: XQZT, UNIQUE, SPURART
Halle A, Stand 109, 110, 113
Fotos © Simon Rainer

Bekleidung: Flicken statt Wegschmeißen


Die Outdoormarke Patagonia hat mit dem Worn Wear Truck 2015 ein einzigartiges Projekt in der Branche ins Leben gerufen. Der Worn Wear Truck tourt mit einer Schneiderin durch die Länder und repariert Outdoor-Bekleidung aller Marken. Egal, ob ein Riss im Stoff, eine aufgeplatzte Naht oder ein kaputter Reißverschluss, die Mitarbeiter des Worn Wear Trucks versuchen zu richten, was noch zu richten geht. Reparieren statt Wegschmeißen heißt die Devise der „Worn Wear Tour“, und die passt genau zur Alpinmesse.
Patagonia Worn Wear Truck
Halle A, Stand 111
Fotos © Simon Rainer

Schuhe: Meisterbetrieb nicht Mülltonne


Das Handwerk des Schuhmachers ist in den letzten Jahren in eine Ecke verdrängt worden und nur noch selten zu finden. Zu Großvaters Zeiten war es selbstverständlich, dem Leder-Bergschuh mit Meisterhand wieder und wieder zu Leibe zu rücken. Firmen wie Schuh Staudinger (3x in Innsbruck), die mit viel fachlichem Know-How Kletterpatschen wieder einsatztauglich machen, neue Sohlen an alten Bergschuhen anbringen und kaputte Schnallen oder ausgerissene Gelenke bei Skischuhen reparieren, gebührt daher mehr Aufmerksamkeit.
Schuh Staudinger
Halle A, Stand 114

AUSSTELLER ZU UMWELTBEWUSSTEN PROJEKTEN