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Rodelregeln

RODELN IN ZAHLEN

RODELSPASS - SICHERHEITSVORKEHRUNGEN SPIELEN EINE BEDEUTENDE ROLLE

29.01.2019
Autor: Regina Sterr, Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit
Fürs Rodeln bieten sich in Österreich viele Möglichkeiten. Rodeln ist ein Wintersport für jedermann und bringt Klein und Groß eine Menge Spaßgarantie. Für diese Sportart ist zwar nicht viel Planung notwendig, jedoch sind das eine oder andere geschickte Manöver sowie gewisse Voraussetzungen und Sicherheitsvorkehrungen sehr wohl erforderlich. So ist es auch nicht verwunderlich, dass so mancher Rodelausflug mit einem Rodelunfall endet.
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Der Großteil der Rodelunfälle in Österreich ereignet sich im alpinen Bereich. Im Winter ereignen sich diese in der Regel auf Rodelbahnen oder Rodelwegen bei der Abfahrt mit einer stabilen Rodel. Nur in sehr wenigen Fällen scheinen in der Alpinunfallstatistik des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit Unfälle mit Rutschtellern, Plastikbobs oder ähnlichen Gerätschaften auf.
Im vergangenen Winter 2017/18 (01.11.2017 bis 30.04.2018) verunfallten insgesamt 258 Personen beim Rodeln,
davon verletzten sich 205 Rodler und ein Unfall endete tödlich.

Mit 35 % sind Kollisionen die Unfallursache Nummer eins der Verunfallten (Tote, Verletzte, Unverletzte) beim winterlichen Rodeln. Dies trifft sowohl im Winter 2017/18, als auch im langjährigen Mittel (32 %) zu. Meistens befinden sich die Verunfallten auf der Rodelbahn in der Abfahrt bzw. hält oft eine Person an und es kommt durch eine zweite Person zu einem Auffahrunfall.

Dahinter folgen als weitere Unfallursachen im langjährigen Mittel „Sturz, Stolpern, Ausgleiten“ mit 28 % (Berichtsjahr: 25 %) und Aufprall gegen ein Hindernis mit 21 % (Berichtsjahr: 16 %). Im schneearmen Winter 2016/17 lag der Anteil der Unfallursache durch Aufprall gegen ein Hindernis sogar bei 25 %.
Verletzungslokalisation Unfallursache Rodeln Alter Rodeln

21 TODESOPFER

In den letzten 10 Jahren (01.11.2008 bis 30.04.2018) kamen 21 Personen beim Rodeln ums Leben, davon 5 Opfer mit Kopfverletzungen.
Verunglücken Rodler tödlich, so prallen sie meist gegen oder auf ein Hindernis.
Kopfverletzungen sind im Zehnjahresmittel mit 21 % Teil des Verletzungsmusters (18 % im Betrachtungszeitraum). Allerdings ist es zu früh, hier von einer erfreulichen Entwicklung zu sprechen. Der Rückgang der Kopfverletzungen ist statistisch nicht signifikant und liegt innerhalb der üblichen Schwankungen von Jahr zu Jahr.

Im Winter 2017/18 waren 41 % der verunfallten Rodler (Tote, Verletzte, Unverletzte) ohne Helm unterwegs und nur 35 % mit Helm, 24 % sind unbekannt. Vor allem bei schweren Unfällen kann der Helm schützen oder vor schlimmeren Verletzungen bewahren. Auf den Skipisten gehört der Helm mittlerweile (ca. 90 %) zur Standardausrüstung. Wie die Auswertungen zeigen, ist beim Rodeln, was die Helmtragemoral betrifft, noch viel Potential vorhanden.
Etwa zwei Drittel der Verunfallten (Tote, Verletzte, Unverletzte) mit bekannter Nationalität waren  im Winter 2017/18 Ausländer (64 %). Bei der Nationalität lagen die Deutschen mit 40 % vor den Österreichern mit 36 % und den Niederländern mit 9 %. Die Geschlechterverteilung der Verunfallten beim Rodeln liegt im langjährigen Mittel bei 47 % Frauen und 53 % Männer.

Weitere Auswertungen und Infos zur Rodelstatistik gibt es in der neuen Ausgabe „analyse:berg – jahrbuch Winter 2018/19“. 
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RECHTS BERGWÄRTS, LINKS TALWÄRTS!

Um Unfälle bei diesem Hochgeschwindigkeitssport zu vermeiden, bitten wir die folgenden 10 Rodelempfehlungen zu beachten:
 

1) Nimm Rücksicht auf andere Rodelbahnbenützer

Verhalte Dich so, dass Du keinen anderen gefährdest oder schädigst.
 

2) Beachte Sperren und Warnhinweise

Vergewissere Dich, dass die Strecke zum Rodeln freigegeben ist. Informiere Dich über den Verlauf und Zustand der Rodelbahn.
 

3) Verwende gute Ausrüstung: Qualitätsrodel, Schutzhelm, festes Schuhwerk

Aus Sicherheitsgründen keine Plastikbobs oder Plastikuntersätze.
 

4) Rechts und hintereinander aufsteigen

Quere die Rodelbahn nur an übersichtlichen Stellen.
 

5) Fahre kontrolliert, auf Sicht und halte Abstand

Passe Geschwindigkeit und Fahrweise Deinem Können, der Rodelbahn, den Schnee-, Eis- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte an.


6) Mach auf Dich aufmerksam

Warne unaufmerksame Aufsteiger (Schellen, lautes Rufen). Bei Dunkelheit: Stirnlampe und reflektierende Kleidung.
 

7) Warte an übersichtlichen Stellen auf Deine Begleitung

Vergewissere Dich, dass Deine Gruppe vollständig ist. Halte nie an engen und unübersichtlichen Stellen.
 

8) Rodeln auf Skipisten ist gefährlich und verboten

Die Kollisionsgefahr mit SkifahrerInnen ist groß. In der Nacht festgefrorene Rodel-Spuren beeinträchtigen die Pistenqualität.
 

9) Keine Hunde

Hunde sind bei Aufstieg und Abfahrt schwierig zu führen, es besteht auf den meist engen Rodelbahnen große Kollisionsgefahr mit den Abfahrenden.
 

10) Keine Beeinträchtigung durch Alkohol oder Medikamente

Suchtmittel beeinträchtigen die Reaktionsfähigkeit und verringern die richtige Gefahreneinschätzung.
 
Auch beim Rodeln gilt: Leiste Erste Hilfe und weise Dich bei Unfällen aus.

Kategorie:     ALPINE ZAHLEN

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