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Spaltensturz, Alpine Sicherheit, Hochtour, Skitour, Blog Alpinmesse

GEFAHR SPALTENSTURZ!

25.04.2018
Autor: Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit
Von 96 Verunfallten, dazu zählen Tote, Verletzte und Unverletzte, auf einer Hochtour im Zeitraum 1.11.2015 bis 31.10.2016 sind 64 Personen auf Gletschern und im Klettergelände bzw. auf Graten verunglückt. Ein Drittel der Verunfallten, nämlich 21 Personen, waren in diesem Gelände ohne Seil unterwegs. Betrachten wir für dieselbe Kategorie (Gletscher, Klettergelände, Grate) nur die Todesfälle in den Kalenderjahren 2006 bis 2016, so waren von 43 Toten 84 % ohne Seil unterwegs.
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SKI- (HOCH-)TOURENSAISON

Die Gefahr der Spaltenstürze darf daher nicht unterschätzt werden. Das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit weist besonders in der Skihochtourensaison eindringlich auf die Gefahr von Spaltenstürzen hin. Die Unfallstatistik zeigt, dass solche Touren ohne Seilsicherung auf vergletscherten Gebieten meist tödlich enden. Karl Gabl, Präsident des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit, Meteorologe und selbst Berg- und Skiführer erklärt: „Nur ein konsequentes „Gehen am langen Seil“ kann diese Gefahr bannen!“ 

KNOW HOW AUF HOCHTOUREN

Das hochalpine Bergsteigen gehört zu den komplexesten alpinen Disziplinen. Planung, Wetter, Ausrüstung, Seil- und Sicherungstechnik, Orientierung sowie die aktuellen Verhältnisse müssen berücksichtigt werden. Vor allem die entsprechende Ausrüstung wie Seil, Gurt, Eispickel und natürlich die Fähigkeit, mit dieser Ausrüstung umzugehen, sind unerlässlich, wenn man sich auf Gletschern bewegt. Auf zahlreichen Kursen bei alpinen Vereinen und Institutionen kann dieser Umgang erlernt werden. Alternativ dazu vertraut man sich einer professionellen Führung an.
Hochtouren am Gletscher Rettunstechniken bei Hochtouren Spaltensturz

NASSSCHNEE LAWINEN

Bei Ski- (Hoch-)Touren im Frühjahr muss neben der Spaltensturzgefahr vor allem auch der tageszeitlichen Erwärmung erhebliche Beachtung geschenkt werden. Die Temperatur schwächt die Schneedecke über den Spalten und die Gefahr von Nassschnee Lawinen steigt. „Früh aufstehen ist die Devise, damit man sicher und bei bestem Firn zu Tal surfen kann“, empfiehlt Karl Gabl daher.

Bei der Alpinmesse findet sich unter den zahlreichen kostenlosen Kursen auch ein Workshop für Hochtouren, der vom Österreichischen Alpenverein durchgeführt wird. In diesem Workshop wird anhand von konkreten Beispielen (Touren, Unfälle) gezeigt, auf welche Gefahren man sein Augenmerk richten muss. Mit der richtigen Seil- und Sicherungstechnik kann man gefährliche Situationen vermeiden und in Risikosituationen professionell agieren. Die Anmeldung zu diesem Kurs ist ab September möglich. 

WISSEN VERTIEFEN

Für all jene, die sich rund um das Thema Spaltenstürze bei Ski- (Hoch-)Touren noch mehr vertiefen wollen, bietet das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit 2 Publikationen. Im Magazin analyse:berg, welches 2 x jährlich erscheint, finden sich die Unfallstatistiken zu den klassischen Winter- und Sommerdisziplinen. Die dargestellten Zahlen beruhen auf den Unfallerhebungen der Alpinpolizei, die Unfälle werden analysiert und von mehreren Seiten beleuchtet.

Die zweite Publikation ist die beliebte Skitouren Fibel, in welcher neben Ausrüstung und Tourenplanung auch die Themen Absturz und Notruf behandelt werden. Die Skitouren Fibel ist Teil der 6-teiligen Alpinfibelreihe des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit und für € 2,- pro Stück online erhältlich.

Kategorie:    ALPINE ZAHLEN

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Fotos © Bergrettung Tirol, Alpinpolizei, Lawinenwarndienst Tirol, Simon Rainer, Bergans of Norway
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