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Skitouren in Zahlen - Dieter Spiegl

SKITOUREN IN ZAHLEN

Datum: 04.03.2019
Autor: Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit
„Skitouren“ dient als Überbegriff für Ski-Hochtouren und Skitouren sowie für Touren mit Schneeschuhen, Snowboard, Telemarkski und anderen „sonstigen“ Schneesportgeräten. In den vergangenen 10 Jahren verunfallten (Tote, Verletzte, Unverletzte) im Durchschnitt 479 Personen pro Jahr auf Skitouren. Im Mittel (01.11.2008 bis 31.10.2018) verletzten sich in Österreichs Bergen pro Jah­r etwa 268 Personen bei Skitouren.
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Im Zehnjahresmittel (01.11.2008 bis 31.10.2018) stellen bei den Verletzten auf Skitour Stürze mit 61 % die Hauptunfallursache dar, gefolgt von Kollisionen mit 11 % und Lawinen mit 10 % sowie Aufprall gegen Hindernisse mit 4 %. Bei den Todesfällen sieht dies im langjährigen Mittel üblicherweise anders aus.
Hier ist der Hauptanteil der Todesopfer mit 54 % auf Lawinen zurückzuführen.
Weitere 22 % kamen durch eine Herz-Kreislauf-Störung, 11 % durch Stürze und 9 % durch Absturz sowie 4 % durch andere Ursachen auf einer Skitour ums Leben.
Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit Regina Sterr Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit
Ein Sturz auf Skitour kann auch beim Aufstieg in einem eisigen Hang fatale Folgen haben, vor allem wenn sich darunter ein Abbruch, Bachbett oder felsdurchsetztes Gelände befinden. Ist die Schneeoberfläche aufgrund von starkem Wind oder im Frühjahr durch gefrorenen, nassen Schnee harschig (d.h. glatt, hart und eisig), kann man mit den Fellen leicht abrutschen. Auf der Bindung montierte Harscheisen wirken ähnlich wie Steigeisen und verhindern ein Abrutschen nach hinten und zur Seite. Das Gehen mit Harscheisen verlangt jedoch höchste Konzentration und eine gute Technik. Harscheisen müssen außerdem rechtzeitig vor einem eisigen Hang angebracht werden, um unnötiges und gefährliches „Herumzaubern“ zum Montieren der Harscheisen zu vermeiden.

Gerade bei einer harten, eisigen Schneeoberfläche ist es zudem empfehlenswert, Handschuhe und ein langärmliges Oberteil zu tragen. Im Falle eines Sturzes können somit schmerzliche Abschürfungen durch die raue Schneeoberfläche vermieden werden.

Der rechtzeitige Wechsel von Ski mit Harscheisen auf Steigeisen kann die Situation enorm entspannen und erspart gefährliche Manöver in hartgefrorenen Hängen oder Passagen. Die Steigeisen sollten dafür bereits auf die jeweiligen Skischuhe eingestellt sein. Diese Anpassungen nimmt man besser zu Hause in der „warmen Stube“ vor, als mit kalten Fingern und bei unwirtlichen Bedingungen auf Tour. Je nach Tourenziel bzw. Art der Skitour und Gelände kann auch die Mitnahme eines Leichtpickels, neben den Steigeisen, wertvolle Dienste auf einer Skitour erweisen.
 

Kategorie:     ALPINE ZAHLEN

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Quelle: Skitourenfibel, Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit, 1. Auflage 2012.
analyse:berg - jahrbuch Winter 2018/19, Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit, 16. Ausgabe Winter 2018/19.
Fotos © Regina Sterr, Dieter Spiegl
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