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Skitouren-Equipment richtig lagern: So bleibt es fit

11.05.2026

Professionelle Pflege und Lagerung von Tourenski, Fellen und Lawinenausrüstung sichern Funktion und Lebensdauer über den Sommer.

Frühjahrsputz für die Tourenausrüstung


Die letzten Firnabfahrten sind Geschichte, die Skitourensaison ist vorbei. Jetzt heißt es: Equipment richtig einlagern. Wer seine Ausrüstung einfach in den Keller wirft, riskiert böse Überraschungen beim ersten Schnee. Rost an den Kanten, verhärtete Felle oder defekte LVS-Geräte können die Folge sein. Mit der richtigen Pflege und Lagerung bleibt das Material über den Sommer in Top-Zustand und ist im Herbst sofort einsatzbereit.

Tourenski: Kanten und Belag schützen


Bevor die Ski verstaut werden, brauchen sie eine gründliche Reinigung. Schmutz und Salzreste vom Tourenski entfernen, am besten mit lauwarmem Wasser und einem weichen Tuch. Besonders wichtig: Die Kanten müssen trocken sein, sonst droht Rostbildung. Kleine Roststellen lassen sich mit feinem Schleifpapier entfernen. Der Belag sollte vor der Einlagerung gewachst werden. Das Lagerwachs schützt den Belag vor dem Austrocknen und verhindert Oxidation. Dabei das Wachs dick auftragen und nicht ausbürsten – die Wachsschicht bleibt über den Sommer drauf und wird erst vor der nächsten Saison abgezogen. Die Ski anschließend mit Skiclips oder Klettbändern zusammenbinden und stehend oder hängend lagern, niemals unter Spannung oder mit Gewicht darauf.

Steigfelle: Trocken und sauber verstauen


Steigfelle sind empfindlich und brauchen besondere Aufmerksamkeit. Nach der letzten Tour müssen sie vollständig trocknen – am besten bei Raumtemperatur auf dem Fellnetz oder Fellbügel. Niemals in der prallen Sonne oder auf der Heizung trocknen, das schadet dem Kleber. Sind die Felle trocken, werden sie gereinigt. Groben Schmutz mit einer weichen Bürste entfernen, hartnäckige Verschmutzungen mit speziellem Fellreiniger behandeln. Der Kleber sollte noch gut haften – falls nicht, kann er mit Fellkleber aufgefrischt werden. Die Felle dann Kleber auf Kleber zusammenlegen oder auf die Schutzfolie kleben und in der mitgelieferten Tasche kühl und trocken lagern. Wichtig: Nicht knicken oder falten, sonst entstehen Bruchstellen im Kleber.

Bindungen: Mechanik prüfen und pflegen


Tourenbindungen haben im Winter einiges mitgemacht. Vor der Einlagerung sollten alle beweglichen Teile auf Funktion geprüft werden. Verschmutzungen mit einer Bürste entfernen, bei Bedarf mit etwas Wasser nachhelfen. Alle Schrauben auf festen Sitz kontrollieren – lockere Schrauben können im Sommer weiter rosten. Die Mechanik der Bindung mit einem Tropfen Öl oder Silikonspray behandeln, aber sparsam dosieren. Zu viel Schmiermittel zieht Schmutz an. Die Bindung in neutraler Position lagern, also weder im Geh- noch im Abfahrtsmodus unter Spannung. Wer Pin-Bindungen nutzt, sollte die Pins auf Verschleiß prüfen – abgenutzte Pins gehören ausgetauscht.

Lawinenausrüstung: Funktion sicherstellen


LVS-Gerät, Schaufel und Sonde sind lebensrettend – ihre Funktion muss gewährleistet sein. Das LVS-Gerät sollte vor der Lagerung einem Funktionstest unterzogen werden. Batterien unbedingt herausnehmen, sonst können sie auslaufen und das Gerät beschädigen. Das LVS-Gerät trocken und bei Raumtemperatur lagern, nicht im Auto oder Keller mit hoher Luftfeuchtigkeit. Lawinenschaufel und Sonde reinigen und auf Beschädigungen prüfen. Besonders bei Aluminiumschaufeln auf Risse achten. Die Sonde sollte sich leicht ausziehen und einrasten lassen – klemmt die Mechanik, mit etwas Silikonspray behandeln. Airbag-Rucksäcke benötigen je nach System eine spezielle Wartung. Kartuschen-Systeme sollten entladen gelagert werden, elektronische Systeme brauchen geladene Akkus bei etwa 50 Prozent Ladestand.

Der richtige Lagerort macht den Unterschied


Wo die Ausrüstung den Sommer verbringt, ist entscheidend. Ideal ist ein trockener, kühler Raum mit konstanter Temperatur – etwa zwischen 10 und 20 Grad. Keller sind oft zu feucht, Dachböden im Sommer zu heiß. Direkte Sonneneinstrahlung schadet Kunststoffteilen und lässt Farben ausbleichen. Die Ausrüstung sollte nicht direkt auf dem Boden liegen, sondern auf Regalen oder an Haken hängen. So kann die Luft zirkulieren und Feuchtigkeit hat keine Chance. Ski und Stöcke stehend oder hängend lagern, niemals liegend mit Gewicht darauf. Schuhe mit geöffneten Schnallen und herausgenommenem Innenschuh aufbewahren.

Gut vorbereitet in die nächste Saison


Wer sein Skitouren-Equipment im Frühjahr richtig pflegt und lagert, spart Zeit und Geld. Die Ausrüstung bleibt länger funktionsfähig, Material und Sicherheitsausrüstung sind beim ersten Schnee sofort einsatzbereit. Ein paar Stunden Aufwand im Mai bedeuten entspannte Vorbereitung im November – und mehr Sicherheit am Berg. Die Investition in gute Pflege zahlt sich aus, denn hochwertige Tourenausrüstung hält bei richtiger Behandlung viele Saisonen.

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