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FABIAN BUHL

Fabian Buhl, Alpinmesse, Vortrag
Samstag, 09. November 2019, 19 Uhr - Forum 2, Messe Innsbruck

 

SOLO - DARE TO LIVE YOUR DREAM

Mein Vortrag zeigt meine Anfänge und meine Entwicklung, damit die Besucher mein methodisches Denken und meine Motivation im Rope-Solo Klettern verstehen können. Anfangs waren die kleinen Blöcke und die schweren Linien meine Hauptmotivation. Ich trainierte hart und wollte an meinen Projekten jedes noch so kleine Detail verbessern, um schlussendlich auf dem Boulder zu stehen.
So konnte ich mit die schwersten Boulder wiederholen:
Dreamtime fb 8c
Le Boa dB 8c
In diesem Microcosmos der Bewegung hätte es für mich immer weitergehen können, allerdings habe ich mir drei mal hintereinander den Knöchel gebrochen und war somit gezwungen mit dem Abspringen aufzuhören. So bin ich auf der Suche nach neuen Herausforderungen zum traditionellen Klettern gekommen. Es war wieder etwas Neues, was mich absolut faszinierte! Schon bald realisierte ich, dass mein Kopf auch weit über den letzten Placements sehr gut mitspielt und umso besser ich die Route vorbereitete, desto sicherer wurde sie für mich.
Ziemlich schnell konnte ich einige der schwersten Tradrouten wiederholen:
Prinzip Hoffnung 8b/+
Psychogramm 8b+
Als es dann Sommer wurde, wusste ich genau: "Ich will mich an schweren Mehrseillängen versuchen!" Nach den ersten Tagen war sofort klar, die Schinderei und das Finden der einfachsten Linie, sowie den ganzen Tag in der schönen Bergwelt zu verbringen, war genau das, was ich gesucht habe.
 
Aber es gab noch viel zu lernen und zu trainieren, da sich Mehrseilrouten schon erheblich vom
Bouldern unterscheiden.
Im ersten Jahr sind mir dann gleich Wiederholungen von wirklichen Meilensteilen gelungen.
Silbergeier 8b+, 6 Seillängen Rätikon, CH
Nirwana 8c, 7 Seillängen Loferer Alm, AT
Nirwana war damals sehr prägend, da es mich alles gekostet hat, um die Route überhaupt hochzuhängen. Im Topo habe ich damals gelesen "Solo erstbegangen". Dies konnte ich mir einfach nicht vorstellen, war aber motiviert um zu lernen und mich in dieser besonderen und wenig gespielten Art des Kletterns zu versuchen.

Nach einiger Übung und methodischem Testen des Materials, kehrte ich zurück nach Lofer um mich an dem grauen Pfeiler rechts von Nirwana zu versuchen. Und zwar ground up und Solo. Die Erstbegehung war eine äußerst lehrreiche Zeit, in der ich voll und ganz vom Solo-Klettern infiziert wurde.
Das Übernehmen von absoluter Verantwortung meines Handeln und Lösungen zu finden, ohne auf große Erfahrungswerte zurückgreifen zu können, war meine Hauptmotivation.
Somit perfektionierte ich mein Solo-System auf ein Maximum, um schlussendlich nicht mehr "nur" Solo von Sicherung zu Sicherung zu klettern, sondern Routen auch Rotpunkt-Klettern:
  • Ganesha 8c, 7 Seillängen Solo Erstbegehung und Rotpunkt Begehung, Loferer Alm, AT
  • Wetterbockwand 8c, 10 Seillängen Solo Winterbegehung + Solo Rotpunkt Begehung, Höher Göll, AT
  • Solo der Route Odysee 8a+ am Eiger, welche die schwerste Mehrseillängen-Tour am Eiger ist.
 
Zum Abschluss des Vortrags erzähle ich von meinen Reisen nach Marocco (Erstbegehung La Grande Rouge 8b und der 400m Tadarate) und Pakistan, wo ich zusammen mit Alexander Huber eine unglaublich schöne Linie am Choktoi Ri erstbegangen bin.

Ich möchte den Zuhörer auf diese Reise mitnehmen und ihm meine Evolution als Kletterer aber eben auch die Evolution im Solo-Klettern zeigen. Ich möchte meine Motivation sowie meine Gedankenwelt erklären, denn nur so kann man die komplette Evolution und mein Handeln nachvollziehen.
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Fabian Buhl

FABIAN BUHL

BIOGRAFIE EINES GRENZGÄNGERS

"Ich bin im Allgäu in den Bergen aufgewachsen und als ich 2006 mit dem Alpinskifahren aufgehört habe, bin ich zum Klettern gekommen. Für mich hat das Klettern einen extrem hohen Reiz und ist Teil meines Lifestyles geworden. Ich liebe das Entschlüsseln von Bewegungen und versuche ständig meine Grenzen auszuloten. Jede noch so kleine Verbesserung der Beta ist für mich wichtig. Das Lösen des Puzzels ist nahezu meine größte Leidenschaft und spiegelt sich in allen Disziplinen des Kletterns wieder.
Bis Ende 2013 bin ich fast ausschließlich gebouldert, danach wollte ich mich weiterentwickeln und versuchen, in allen Spielarten des Kletterns gut zu werden. Dies bereitet mir unglaublich viel Spaß und ich schätze die Tage in den Bergen. Ich will in den nächsten Jahren das Bouldern nicht vernachlässigen, aber vor allem will ich mein Allroundniveau noch stärker verbessern und vor allem viel Freude daran haben."


MEINE LEIDENSCHAFT

"Seit ich mich entschlossen habe, mein Allroundniveau zu verbessern, strukturiere ich mein Jahr. Denn es leuchtet ein, dass man nicht auf einem Top Niveau Bouldern und gleichzeitig lange, alpine Mehrseillängen klettern kann. Das Bouldern bietet eine solide Grundkraft und die besten Bedingungen dafür herrschen im Winter. Im Frühjahr beginne ich dann mit dem Sportklettern, um die guten Bedingungen zu nützen und die nötige Ausdauer aufzubauen, welche ich über den Sommer für Mehrseillängen benötige."
 

MEINE LIEBLINGSGEBIETE

"Für mich spielt die Schönheit der Natur, in der ich mich während dem Klettern bewegen darf, eine zentrale Rolle. Deshalb kann ich es auch nicht verstehen und akzeptieren, wie respektlos manche mit ihr umgehen. Ein ganz spezieller und wichtiger Ort ist für mich das Tessin mit seinen kleinen, verschlafenen Tälern. Hier komme ich immer wieder zurück um Boulder zu suchen und einfach den Ort mit guten Freunden zu genießen. Auch die Alpregion des Rätikons hat es mir angetan. Man sieht dort von oben nicht einmal mehr eine normale Straße, das satte Grün der Wiesen und der perfekte, wasserzerfressene Kalk sind einfach der Hammer."


TALENT & INSPIRATION

"Eine Portion Talent gehört sicher dazu, aber ich denke im Klettersport sind vor allem Ehrgeiz und die Motivation Projekte anzugehen wichtig. Die Natur, in der ich mich während dem Klettern bewege, gibt mir unglaublich viel zurück. Ebenso ist die Schönheit einer Linie extrem motivierend. Das ist auch der Grund, weshalb ich am Plastik immer Probleme habe. Ich liebe es einfach zwischen den verschiedenen Kletterdisziplinen zu wechseln, somit wird es mir nie langweilig und ich habe immer wieder verschiedene Herausforderungen, auf die ich mich neu einstellen muss. Natürlich inspirieren mich auch andere Kletterer, die versuchen etwas Neues zu machen und die Grenzen verschieben."


MEINE GRÖSSTEN ERFOLGE

Bouldern:
  • Dreamtime (8C), Cresciano
  • New Baseline (8B+), Averstal
  • Power of Lindor (8B+), Allgäu
Multipitch:
  • Nirwana (8c+/7 SL)
  • Silbergeier (8b+/6 SL)
Trad
  • Prinzip Hoffnung (E9/10, 8b+)
  • Psychogramm (8b+)
 
Vom Allgäu an die ganz großen Felsen.
Fabian Buhl Fabian Buhl Fabian Buhl
Fotos © Heinz Zak
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